#onewarmwinter: Obdachloser aus Berlin für einen Tag bei Instagram

Obdachloser Berlin

Diese Geschichte hat das Zeug zu einer der besten Social-Media-Aktionen des Jahres: Für einen Tag übernahm der Obdachlose Jürgen den Instagram-Account des Rappers Marteria. Statt Einblicke in die Welt der Stars  tauchten die Follower in die harte Realität eines Menschen ein, der dem kalten Winter auf der Straße ausgeliefert ist. Schau hin, wie ein Obdachloser Berlin aus seiner Sicht präsentiert.

„Mein Homie Jürgen hat sich einen Tag mein Handy geschnappt !!!“, postete der Rapper Marteria und machte damit auf eine Aktion aufmerksam, die Teil der Aufklärungskampagne One Warm Winter ist. Mit Hilfe von Einblicken in den Alltag von Jürgen und seinem treuen tierischen Weggefährten Snoopy sollen die Menschen für dieses Thema sensibilisiert werden, das sich direkt vor unseren Haustüren abspielt.

Wie ein Obdachloser Berlin erlebt!

Ob bei der Kleiderausgabe in Kreuzberg oder bei der Essensausgabe: Viele Instagramer erlebten hautnah mit, wie Jürgen seinen Alltag meistert. Unter dem Hashtag #bringsocialbacktomedia brachte Marteria zudem zum Ausdruck, dass der soziale Aspekt wieder stärker in den Mittelpunkt rücken müsse – auch im Netz. Jeder kann seinen Beitrag leisten – unter anderem mit einer Spende auf der Webseite One Warm Winter. Alleine schon der Aufmacher der Seite ist einen Klick wert. Je mehr Geld du beisteuerst, desto weiter lässt sich der Reißverschluss der Jacke eines Obdachlosen schließen. Ein schönes und zugleich beklemmendes Bild, wie wir meinen.

Obdachloser Berlin

„Haltet die Ohren steif und vor allem warm“

Dazu passt übrigens auch Jürgens Abschlusspost. Mit den Worten „Haltet die Ohren steif und vor allem warm :-)“ verabschiedete er sich vielsagend von seinem „Publikum“. Es ist gut und wichtig, dass die Menschen, die bei uns unter kaum vorstellbaren Bedingungen leben, nicht vergessen werden. Aus diesem Grund berichteten wir in der Weihnachtszeit über das alljährlich stattfindende Fest von Frank Zander, bei dem diesmal circa 3.000 Gänsebraten an Obdachlose verteilt wurden. Chapeau!