Sinéad O’Connor und Co. – 9 zum Islam konvertierte Promis

Sinéad O’Connor und Co. – 9 zum Islam konvertierte Promis

Ende Oktober ging durch die Medien, dass die irische Sängerin Sinéad O’Connor zum Islam konvertiert sei. So ungewöhnlich das für Kunstschaffende aus dem westlichen Kulturkreis klingen mag – es ist längst keine Seltenheit, wie unsere Auflistung über zum Islam konvertierte Promis beweist.

Die Beweggründe, warum sich berühmte Persönlichkeiten entscheiden, ihre Religion zu wechseln oder ihre Religiösität überhaupt erst zu entdecken, sind vielfältig. Eine geistige Neuerfindung, die Suche nach Halt und Orientierung, eine Distanzierung von den im Show- oder Sport-Business oft vorherrschenden Werten – oder manchmal vielleicht auch einfach das Bedürfnis, etwas Auffallendes zu machen.

Im Falle Sinéad O’Connor, die sich fortan Shuhada Davitt nennt (schon zuvor hatte sie ihren Namen in Magda Davitt geändert) überrascht der Schritt nicht so sehr – schon in jüngerer Vergangenheit hatte sie mit spiritueller Experimentiertfreude für Aufsehen gesorgt, die wohl Ausdruck ihrer psychischen Probleme ist. Und der Versuch, mit diesen umzugehen. Unter ihrem neuen Namen führt sie übrigens auch einen Twitter-Account, auf dem sie sich mit Kopftuch und bei religiösen Gesängen zeigt – und auch ihr Glaubensbekenntnis wurde filmisch festgehalten:

Mit ihrem Religionswechsel befindet sich die Sängerin auf jeden Fall in illustrer Gesellschaft:

9 zum Islam konvertierte Promis

1

Janet Jackson

Sie konvertierte 2015 kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Milliardär Wissam Al Mana aus Katar.

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2

Franck Ribéry

Der Star-Kicker des FC Bayern konvertierte 2006. Seine Frau stammt aus Algerien.

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3

Cat Stevens

Der Sänger konvertierte schon 1976, nachdem er beinahe ertrunken wäre. Seitdem nennt er sich Yusuf Islam.

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4

Busta Rhymes

Der amerikanische Erfolgs-Rapper überraschte 2007 die Öffentlichkeit, als er sich nachdrücklich zum muslimischen Glauben bekannte.

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5

Muhammad Ali

Die Box-Legende war einer der Vorreiter der Konvertiten: 1964 veranlasste ihn die Rassendiskriminierung in den USA, sich vom Christentum loszusagen.

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6

Mike Tyson

Ali mag auch eine der Inspirationen für den umstrittenen Skandal-Boxer gewesen sein, zum Islam überzutreten. Zwar gibt er selbst zu, den Glauben nicht in letzter Konsequenz zu praktizieren. Eine Pilgerfahrt nach Mekka hat er aber schon absolviert.

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7

Kollegah

Der deutsche Rapper konvertierte mit 15, inspiriert durch seinen algerischen Stiefvater. Der Mann, der sich in seinem Song 0815 über KZ-Insassen lustig machte, würde übrigens nie über seine eigene Religion spotten: „Ich finde, bei Satire gibt es eine Grenze, auch beim Hip Hop. Wenn es geschmacklos wird, dann hat es nichts mehr mit Humor zu tun. Ich finde das pietätlos“, sagte er 2017 in einem Interview.

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8

Everlast

Der Musiker und Rapper ist 1996 zum Islam übergetreten.

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9

Ice Cube

Und noch ein Rapper. Er konvertierte in den Neunzigern – legt die Religion aber auf eine eigene Weise aus, wie er in einem Interview erklärte: „Ich weiß nur, es gibt einen einzigen Gott. Religion wurde von Menschen geschaffen und ist damit mangelhaft. Ich folge niemandem. Ich folge nur meinem eigenen Gewissen.“

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