Wenn Biber Bäume fällen: So bekam ein Pärchen die Macht der Natur zu spüren

Wenn Biber Bäume fällen: So bekam ein Pärchen die Macht der Natur zu spüren

Biber sind faszinierende Tiere: Nicht nur, dass sie possierlich aussehen und beeindruckende Wasserburgen errichten. Und nur um an eine besonders leckere Mahlzeit zu kommen, fällen Biber Bäume – auch wirklich große …

Ein Skipper-Pärchen ist diesem Naturschauspiel mit seiner Motoryacht kürzlich näher gekommen, als es zu hoffen gewagt hatte, aber von vorne: Die beiden waren mit ihrem Boot auf der idyllischen Müritz-Elde-Wasserstraße in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs, als plötzlich eine 20 Meter hohe Pappel auf die zehn Meter lange Yacht knallte: Ein Biber hatte sich an dem Baum zu schaffen gemacht und gutes (aus Sicht der Bootsbesatzung wohl eher schlechtes) Timing bewiesen. Glück im Unglück: Das an Bord befindliche Pärchen blieb unverletzt, das Boot war noch so fahrfähig, dass es aus eigener Kraft bis in den nächsten Hafen fahren konnte. Der Schaden geht dennoch in die Tausende.

Wenn Biber Bäume fällen, geht es ums Essen

Tätsächlich nutzen Biber ihre beeindruckend muskulösen Kiefer, um sich als Pflanzenfresser nicht mit dem begnügen zu müssen, was automatisch in ihrer Reichweite liegt: Sie bevorzugen die zarten Äste und Knospen, die sich weit oben in Bäumen befinden. Also scheuen sie nicht davor zurück, auch wirklich kapitale Bäume (die Pappel, die auf die Yacht stürzte, hatte einen Stammdurchmesser von einem halben Meter) flachzulegen, um an die Leckereien zu kommen. Und wenn der Stamm schon einmal vor ihnen liegt, knabbern sie mit Freude auch gleich noch die Rinde ab. Dass er auf diese Weise gut an Baumaterial für seinen Bau kommt ist, ist dabei natürlich mehr als nur ein Nebeneffekt.

Ob der Biber nach dem Abzug der Yacht und der herbeigerufenen Wasserschutzpolizei noch in Ruhe speisen konnte oder sich lieber gleich einen neuen Baum gesucht hat, ist nicht überliefert.