„Schlechtester Präsident der Geschichte“: Kimmel kontert Trumps Oscars-Kritik

„Schlechtester Präsident der Geschichte“: Kimmel kontert Trumps Oscars-Kritik

War Trump Oscar-Preisträger? Nein! War Trump zu den Oscars 2018 eingeladen? Nein! Gab er dennoch seinen Senf via Twitter dazu ab? Aber klar doch! Besser war jedoch die Retourkutsche des Moderators Jimmy Kimmel.

Offensichtlich hat Donald Trump bei seiner Amtseinführung nicht nur der Bevölkerung der USA ein Versprechen gegeben, sondern auch dem Kurznachrichtendienst Twitter. Kein Tage ohne Tweet, lautet anscheinend die Devise des Präsidenten. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, „muss“ sich der 71-Jährige an themenschwachen Tagen demzufolge auch zu Ereignissen äußern, die ihn eigentlich nichts angehen. Diesmal hatte er es auf die – zugegebenermaßen eher enttäuschende – Oscar-Verleihung 2018 abgesehen.

Böse Zungen behaupten, dass er folgenden Post nur in die Welt hinausschickte, weil er jahrelang auf eine Einladung zu den Academy Awards wartet. „Die schlechtesten Oscars der GESCHICHTE. Das Problem ist, dass wir einfach keine Stars mehr haben – außer eurem Präsidenten (kleiner Scherz natürlich)“, zwitscherte der Twitter-König. Na klar, alles nur ein Spaß …

„Natürlich ist es nicht narzisstisch“

Allerdings hatte der Milliardär seine Rechnung ohne Jimmy Kimmel gemacht, seines Zeichens Moderator der diesjährigen Award-Show. Auf dessen kurzen Tweet-Konter „Danke, schlechtester Präsident der GESCHICHTE“ folgte in der Late-Night-Show „Jimmy Kimmel Live!“ die knallharte Abrechnung mit dem Mann, der eigentlich wichtigere Aufgaben zu erledigen haben müsste, als sich mit den Einschaltquoten (26,5 Mio. Zuschauer im Schnitt, Anm. d. Red.) auseinanderzusetzen: „Na klar, das ist nur ein kleiner Scherz, natürlich ist es nicht narzisstisch. Trump betont gerne, dass die Quoten schlechten sind, weil er daraus schließt, dass darin eine Art Unterstützung für ihn liegt.“

So schrieb Trump Oscar Geschichte! Nicht.

Um seiner Antipathie gegen den amtierenden US-Präsidenten Nachdruck zu verleihen, schoss Kimmel noch einen weiteren Giftpfeil in Richtung Trump ab. Der Moderator wundere sich, dass Trump Oscar-Tweets postetete und solch ein großes Problem mit den Academy Awards habe, schließlich sollte der Gewinner in der Kategorie „Bester Film“ (The Shape of Water) doch genau nach seinem Geschmack sein. „Er dreht sich um ein Monster, das Sex mit einer Frau hat, die nicht darüber reden kann. Also im Grunde genommen seine Lebensgeschichte“, zog Kimmel einen heftigen Vergleich.

Eines muss man dem Twitter-Fan Trump lassen: Mit seinem Post hat er für mehr Unterhaltung gesorgt als die Oscars 2018. Ob der Kommentar des Republikaners auszeichnungswürdig war, darf hingegen eher bezweifelt werden …