Smart City: So werden wir morgen leben

Smart City
Sascha Falkner
10.02.2019

Ob Fernsehen, kochen, Wäsche waschen oder das Smartphone aufladen: Ohne Strom läuft in unserem täglichen Leben nichts. Und in Zeiten des Klimawandels müssen wir uns alle Gedanken darüber machen, wie wir ihn am besten nutzen können, ohne der Umwelt noch weiter zu schaden. Auch die Technologie denkt mit und setzt dabei auf fast schon futuristische Maßnahmen. Eine davon ist die Smart City – die nachhaltige Stadt von morgen, die intelligente Technologie und erneuerbare Energien miteinander kombiniert.

Das intelligente Zuhause wird immer beliebter: Smart Homes ermöglichen es uns Heizung und Licht sowie allerlei technischen Gerätschaften in den eigenen vier Wänden ganz einfach per App von unterwegs zu steuern. Was nach modernem Schnickschnack für Faule klingt, ist in Wirklichkeit ein wirtschaftlich kluger Schachzug. Warum? Weil die smarte Steuerung von Licht und Heizung in der Wohnung die Strom- und Heizkosten senken kann.

Die intelligente Stadt als Maßnahme gegen den Klimawandel

Wenn intelligente Technologien das Leben Zuhause stromsparender, umweltfreundlicher und komfortabler machen, wieso dann nicht in einer ganzen Stadt? Hier kommt das Zukunftsprojekt Smart City ins Spiel: Die intelligente Stadt setzt auf Stromversorgung in Häusern und Gebäuden durch erneuerbare Energien aus Sonne oder Wind, gepaart mit smarten Stromnetzen, e-Cars und Smart Technology in Form von Apps.

Was das bringt? Ganz einfach: Sonne und Wind sind nachhaltige Energiequellen, die langfristig gespeichert und Häuser und Gebäude mit Strom versorgen können. Elektroautos und -busse werden ebenfalls mit diesem Strom versorgt und sollen durch abgasloses Fahren die Luftqualität und damit die Lebensqualität in den Städten verbessern.

Schweden als Pionier der Smart City

Im schwedischen Malmö hat man im Stadtbezirk Hyllie bereits 2011 einen Prototyp der Smart City errichtet. Auf den Hausdächern wurden Solaranlagen angebracht, mit denen Sonnenenergie gespeichert und in Strom umgewandelt wird. Zusätzlich wird Energie aus organischen Abfällen in den eigenen Haushalten als Strom recycelt. Über eine spezielle App können die Bewohner ihren eigenen Stromverbrauch überwachen und aktiv steuern: Beispielsweise wird erst Wäsche gewaschen, wenn die App anzeigt, dass die Strompreise gerade niedrig sind. Und für umweltbewusstes Autofahren gibt es einen Car-Sharing-Pool mit Elektroautos und speziellen Ladesäulen.

Intelligente Städte auch in Deutschland

Auch Deutschland zeigt Interesse an der Smart-City-Idee: In München sollen bis 2021 verschiedene smarte Technologien getestet werden, darunter intelligente Lichtmasten sowie eine iOS- und Android-kompatible Smart-City-App. In Barcelona setzt man schon jetzt auf smarte Müllentsorgung und in London wird der öffentliche Nahverkehr mittels Smart Technology geregelt und verbessert.

Egal ob die Konzepte der Smart City nun mehr auf Klimaschutz oder Komfort ausgelegt sind, sie alle haben ein gemeinsames Ziel: Das Leben in den Städten in Zukunft besser zu machen. Klar, die Smart City ist noch ein Sandkastenprojekt, das in kleinen Ballungsgebieten erprobt und weiterentwickelt wird. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass die verschiedenen Ideen und Lösungen großes Potential besitzen und dass die intelligente Stadt irgendwann zum Standard werden könnte.