Mars-Sonde „InSight“ gelandet: 4 Fragen und Antworten zur Red-Planet-Mission

Mars-Sonde „InSight“ gelandet: 4 Fragen und Antworten zur Red-Planet-Mission

Sie hat es geschafft: Die Mars-Sonde „InSight“ ist am Monat kurz vor 21 Uhr (deutsche Zeit) auf dem roten Planeten gelandet. Die Erfolgsmeldung wird vor allem bei der Nasa für Begeisterung gesorgt haben. Schließlich gilt die Landung auf dem Mars als vergleichsweise schwierig. Nur etwa 40 Prozent aller bisherigen Mars-Missionen verliefen erfolgreich. Wir beantworten die 4 wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Roboter im All.

1. Wie lange war „InSight“ unterwegs?

Im Mai, also vor etwas über einem halben Jahr, startete der Roboter „InSight“ seine Mission in Richtung Mars. Der Landeapparat legte dabei eine Strecke von etwa 485 Millionen Kilometern zurück. Um den roten Planeten in dieser Zeit erreichen zu können, war die Mars-Sonde mit bis zu 10.000 Kilometern pro Stunde unterwegs.

2. Wer ist „InSight“?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich um einen Roboter, der wissenschaftliche Instrumente an Bord hat. Mit deren Hilfe wollen die Forscher das Innere des Mars eingehend untersuchen. „InSight“ ist 360 Kilogramm schwer, verfügt über keine Räder und wird sich daher von seinem Landeplatz (in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators) nicht wegbewegen.

3. Welche Aufgabe hat die Mars-Sonde „InSight“?

Der Roboter wird von einem Kontrollzentrum in Pasadena/Kalifornien aus gesteuert. Die Nasa verfolgt bei dieser Mission unter anderem das Ziel, Meteoriteneinschläge und Schockwellen aufzuzeichnen (mit Hilfe eines Seismometers an Bord). Zudem ist „InSight“ selbst in der Lage dazu, Erschütterungen hervorzurufen. Der Clou: Der in Deutschland entwickelte „Mars-Maulwurf“ namens „HP3“, der sich bis zu fünf Meter tief in den Boden bohren kann. So soll unter anderem die Temperatur des Untergrundmaterials gemessen werden. Mit einem weiteren Gerät will man die Polachse des roten Planeten untersuchen.

4. Wird „InSight“ auf dem Mars Bekanntschaft mit „Curiosity“ machen?

Nein, zum einen weil sich „InSight“ ja nicht wegbewegen kann, zum anderen weil „Curiosity“ ungefähr 500 Kilometer von diesem Lande- und Stellplatz entfernt forscht. Dennoch: Der 2012 von der Nasa auf den Mars beförderte Rover „Curiosity“ ist im Vergleich zu anderen Robotern noch am nächsten dran.