Lust for Life: Iggy Pop verrät sein (Über-)Lebensgeheimnis!

Lust for Life Iggy Pop

Am heutigen 21. April feiert der „Godfather of Punk“ seinen 70. Geburtstag – allerdings ganz entspannt und ohne Drogen, Alkohol oder Zigaretten. Während viele seiner Weggefährten (darunter David Bowie) bereits verstorben sind, ist die Lust for Life Iggy Pop immer noch anzumerken.

Im Jahr 1977 produzierte David Bowie das Iggy Pop-Album Lust for Life, auf dem sich unter anderem dessen Mega-Hit The Passenger befand. Damit gilt der im Januar 2016 verstorbene Bowie insgeheim als Retter von Iggy Pop, da dieser seine Lust zum Leben in den Jahren zuvor eher auf einem selbstzerstörerischen Weg auslebte. Obwohl Iggys Band The Stooges von Fans des psychedelischen Rocks gefeiert wurde, fand sie im Mainstream-Segment keinen nachhaltigen Anklang. Die Folge: 1974 lösten sich The Stooges auf. Die Bandmitglieder – einschließlich Iggy Pop – machten im Anschluss eher durch Drogen- und Alkoholabstürze von sich reden.

Wie David Bowie seine Lust for Life Iggy Pop schmackhaft machte!

Doch dann kam David Bowie, der Iggy Pop ein Album verpasste, das ihm den Ruf eines weitestgehend seriösen Musikers einbringen sollte. Seither sind 40 Jahre vergangen, und der „Godfather of Punk“ darf nicht nur seinen 70. Geburtstag, sondern auch sein Lust for Life-Jubiläum feiern. Weder David Bowie noch die anderen drei The Stooges-Gründungsmitglieder (Dave Alexander, Ron und Scott Asheton) können das von sich behaupten. Leider sind diese begnadeten Musiker allesamt verstorben. Genau das gab auch Iggy Pop in den vergangenen Jahren zu denken, wie er kurz vor seinem Geburtstag gegenüber dem „Rolling Stone“ erklärte: „Ein Teil der Erfahrung in meinem Alter und besonders in meiner Branche ist, dass ich die Namen von so vielen Leuten auflisten könnte, mit denen ich gesoffen habe, und dann natürlich alle außer einem in meiner Band, die von uns gegangen sind. Natürlich denke ich dann auch an mich.“

Krasses Umdenken

All diese Erfahrungen haben bei Iggy Pop zu einem grundlegenden Umdenken geführt. Drogen, Alkohol und Zigaretten seien von den Sänger heute tabu: „Spät im Leben habe ich eine wunderbare Beziehung zu meinem Körper entwickelt. Allein der Gedanke an Marihuana macht mir inzwischen Angst.“ Diese Einsicht wurde zu Iggys Überlebensgeheimnis. Natürlich weiß man nie, welches Schicksal einen Menschen ereignet. Doch Iggy Pop hat selbst die Notbremse gezogen und damit die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass er sich nicht allzu schnell in die Liste der vielen Musiker einreiht, die wir so schmerzlich vermissen. Happy birthday und weiterhin Lust for Life Iggy Pop!

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