#januhairy: Frauen zeigen ihre Achselhaare bei Instagram – und sind stolz darauf

januhairy
Lisa-Marie Yilmaz
08.01.2019

Wir rasieren, zupfen, epilieren und waxen sie, damit sie uns bloß nicht nerven: Körperhaare! Denn auch im Jahr 2019 ist sprießende Achsel-, Bein- oder Intimbehaarung in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabuthema. Der Hashtag #januhairy soll genau darauf aufmerksam machen und Frauen auf der ganzen Welt dazu ermutigen, sich nicht von vermeintlichen Schönheitsidealen beeinflussen zu lassen!

„Die ist ungepflegt“ oder „Die lässt sich ja richtig gehen“ sind in der Regel nur zwei der potenziellen Kommentare, die „frau“ zu hören bekommt, wenn sie Körperbehaarung statt kahl gezupfter Haut trägt. Aber warum ist das so? Sollten wir heute nicht eigentlich emanzipiert genug sein, um uns gegen solche Ideale zu stellen? Warum greifen wir Tag für Tag zum Rasierer, obwohl wir es als lästig empfinden? Und warum tun wir uns eigentlich diese unangenehmen Schmerzen beim Waxing oder Epilieren an?

Genau diese Fragen stellte sich auch die junge Engländerin Laura Jackson. Und so startete die 21-Jährige im Januar die Aktion #januhairy – und fordert Frauen auf der ganzen Welt dazu auf, sich während des Januars nicht die Achseln zu rasieren. Der Erfolg der Aktion ließ nicht lange auf sich warten, denn bereits jetzt sammeln sich mehr als 2.400 Fotos mit entsprechendem Hashtag bei Instagram!

 

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Hi I’m Laura, the gal behind Januhairy! I thought I would write a little about my experiences and how Januhairy came about… I grew out my body hair for a performance as part of my drama degree in May 2018. There had been some parts that were challenging for me, and others that really opened my eyes to the taboo of body hair on a woman. After a few weeks of getting used to it, I started to like my natural hair. I also started to like the lack of uncomfortable episodes of shaving. Though I felt liberated and more confident in myself, some people around me didn’t understand why I didn’t shave/didn’t agree with it. I realised that there is still so much more for us to do to be able to accept one another fully and truly. Then I thought of Januhairy and thought I would try it out. It’s a start at least . . . I have had a lot of support from my friends and family! Even though I had to explain why I was doing it to a lot of them which was surprising, and again, the reason why this is important to do! When I first started growing my body hair my mum asked me “Is it you just being lazy or are you trying to prove a point?” . . . why should we be called lazy if we don’t want to shave? And why do we have to be proving a point? After talking to her about it and helping her understand, she saw how weird it was that she asked those questions. If we do something/see the same things, over and over again it becomes normal. She is now going to join in with Januhairy and grow out her own body hair which is a big challenge for her as well as many women who are getting involved. Of course a good challenge! This isn’t an angry campaign for people who don’t see how normal body hair is, but more an empowering project for everyone to understand more about their views on themselves and others. This picture was taken a few months ago. Now I am joining in with Januhairy, starting the growing process again along with the other wonderful women who have signed up! Progress pictures/descriptions from our gals will be posted throughout the month. Lets get hairy 🌵 #januhairy #bodygossip #bodyhairmovement #happyandhairy #loveyourbody #thenaturalrevolution #natural #hairywomen #womanpowe

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Hashtag #januhairy: Es gibt noch viel zu tun!

Die Idee zum Sprießenlassen ihrer Körperhaare kam Laura durch ihre Rolle in einer Theateraufführung, für die sie nach Jahren des Rasierens ihre Achselhaare wachsen lassen musste. „Ich begann, meine natürlichen Haare zu mögen. Ich begann auch, das Ausbleiben des lästigen Rasierens zu mögen“, berichtet sie auf Instagram. Warum also Schmerzen durch Epilieren oder lästiges Rasieren in Kauf nehmen, wenn man sich doch eigentlich wohl genug fühlt?!

Die Antwort auf genau diese Frage sollte eigentlich klar sein – und dennoch wurde Laura immer wieder von Menschen in ihrem Umfeld gefragt, warum sie sich nicht mehr rasiere. Sogar ihre Mutter nahm anfänglich an, dass ihre Tochter schlicht und ergreifend zu faul sei, um sich die Körperbehaarung zu entfernen – und genau das gab Laura den nötigen Anstoß, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass in unserer von Schönheitsidealen besessenen Welt noch einiges zu tun ist! Denn wenn wir in einer Welt leben, in der wir uns nur dann akzeptieren können, wenn wir glatte Beine, Achseln und Bikinizonen haben, läuft einiges verkehrt …

In diesem Sinne werfen wir einen vollkommen unvoreingenommenen Blick auf Achselhaare und Co. und fragen: Rasierst du noch oder lebst du schon?

 

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