Umstrittene EU-Reform: Steht das Ende von YouTube bevor?

Umstrittene EU-Reform: Steht das Ende von YouTube bevor?

Artikel 13 der für 2019 geplanten EU-Urheberrechtsreform sieht vor, dass für die veröffentlichten Inhalte nicht mehr die dahinterstehenden Personen, sondern die jeweilige Plattform zur Verantwortung gezogen werden können. Das bedeutet für Facebook, Instagram und vor allem auch Videoplattformen gewaltige Änderungen. Steht das Ende von YouTube, wie wir es kennen, wirklich bevor?

YouTube ist längst zu einem zentralen Medium geworden: YouTuber jeglicher Couleur erreichen mit ihren Vlogs ein riesiges Publikum – Julien Bam als einer der erfolgreichsten deutschen Vertreter etwa bringt es auf über 5 Millionen Abonnenten! Dass YouTube und damit sowohl seine aktiven als auch passiven Nutzer angesichts der von der EU geplanten Änderung vor deutlich spürbaren Umwälzungen stehen, liegt auf der Hand. Betroffen wäre wohl auch der Kanal Wissenswert – und der hat kürzlich ein Video veröffentlicht, dass die YouTube-Gemeinde in Aufruhr versetzt und das komplette Ende dieses sozialen Netzwerks prophezeit:

Ist die vollständige Löschung aller privaten Kanäle wirklich die einzige Lösung? Oder wird hier ein Horrorszenario an die Wand gemalt? Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte. Fakt ist, dass sowohl YouTuber als auch die im Video vorkommende YouTube-Chefin Susan Wojcicki und ihre Kollegen der anderen Netzwerke großes Interesse daran haben, möglichst drastisch auf die EU-Reform aufmerksam zu machen. Denn noch ist sie nicht in trockenen Tüchern, und es gibt entsprechende Petitionen und den von Wojcicki ins Leben gerufenen Protest-Hashtag #SafeYourIntertnet. Aktionen, die dringend Aufmerksamkeit und aktive Teilnahme erfordern.

Steht das Ende von YouTube wirklich bevor?

Man ersetze das erste „E“ von Ende vielleicht besser durch ein „Ä“ und hänge „rungen“ hinten an – zumindest gibt es zu dem Thema nicht minder fundierte, aber deutlich sachlichere und differenziertere Sichtweisen, die wir dir im Sinne einer ausgewogenen Berichterstattung natürlich nicht vorenthalten wollen. Deshalb empfehlen wir ergänzend auch noch dieses Video zum Thema: